top of page
Feuerwerk

Silvesterangst beim Hund
Auf die Schrift klicken und alle Infos zu diesem Thema finden

Kinder und Hunde

Schon während der Schwangerschaft merkt dein Hund, dass sich ein Baby in deinem Bauch entwickelt. Vielleicht fällt dir nach ein paar Monaten Schwangerschaft auf, dass dein Hund beginnt, dich auf dem Spaziergang mehr zu verteidigen und sich vor dich zu stellen. Besonders bei Hundebegegnungen. Auch wenn das Leben mit deinem Hund bislang gänzlich unkompliziert war, solltest du dir schon jetzt überlegen, was sich für deinen Hund ändern wird und wie du ihn jetzt schon umgewöhnen kannst, damit er nachher nicht zu sehr daran leidet und unter Umständen eifersüchtig auf das Baby wird. Wir wollen ja nicht, dass er frustriert zurückbleibt und das Baby von ihm als negativer Reiz empfunden wird. Also gilt es darüber nachzudenken...

Darf er bei euch im Bett schlafen? Dann solltest du ihn an seinen neuen Schlafplatz auf dem Boden gewöhnen.

Lässt er sich einschränken und sich auf seinen Platz schicken oder ist er immer in deiner Nähe und tut was er will? Denn später wird das Baby auf dem Boden krabbeln, Spielsachen werden herumliegen usw. Also sollte er jetzt schon verstehen, dass das Kinderzimmer z.B. tabu für ihn ist, er nicht an alle Spielsachen ran darf und auch seine Spielsachen nicht immer zur Verfügung stehen und er Dinge bei Bedarf wieder hergibt. Wie sieht es mit Ressourcenverteidigung aus?

Auch schon alleine deine bisherige Aufmerksamkeit, wie Blickkontakt, Streicheleinheiten, Ermahnungen... wird sich für ihn stark einschränken. Deshalb gewöhne ihn schon jetzt daran, mal eben keine Aufmerksamkeit zu bekommen. Er sollte akzeptieren können, dass du seiner Spielaufforderung mal nicht nachkommst. Während der Schwangerschaft hast du Zeit ihn nach und nach an die bevorstehenden Veränderungen zu gewöhnen. Kommen die danach alle auf einen Schlag, dann wäre das deinem Hund gegenüber sehr unfair. Im schlechtesten Fall würde dein Hund diese für ihn nachteilige Veränderung, mit dem Neuankömmling verknüpfen und das wäre kein guter Start für eine schöne Freundschaft zwischen den beiden.

Gewöhne ihn bereits an die neuerworbenen Gegenstände wie Babybett, Kinderwagen und Co. Gib ihm schon jetzt seine fixen Liegeplätze, damit ihm später nicht einfällt unter dem Bettchen Wache zu schieben. Beginne mit dem Leinenführtraining am Kinderwagen, damit die zukünftigen Spaziergänge harmonisch verlaufen.

Achte darauf welche Präparate gegen Parasiten du für deinen Hund verwendest. Benutze keine Spot-on-Produkte. Die bleiben bei Berührung auf der Haut und Kinder haben die Finger dann auch im Mund. Das Kind sollte auch nicht mit dem Parasitenhalsband in Kontakt kommen. All diese Produkte enthalten Nervengifte. Frag besser beim TA nach oder erkundige dich nach natürlichen Abwehrhilfen wie zum Beispiel Kokosöl oder Zistrose.

Ist das Baby auf der Welt und der Vater kommt vom Besuch im Krankenhaus zurück, wird der Hund den neuen Geruch wahrnehmen. Einen mitgebrachten Strampler, könnt ihr ungewaschen und für den Hund unerreichbar liegen lassen, dann verteilt sich der Geruch des Babys in der Wohnung und der Hund gewöhnt sich schon mal daran, dass dieser Geruch jetzt zum Wohnbereich dazugehört. Er hat also die Gelegenheit ihn schon vor der Ankunft des Baby kennenzulernen und nicht mehr unbedingt direkt am Neugeborenen schnüffeln zu müssen. Kommt das Baby nun ins Haus, behandelt den Hund freundlich und gelassen wie immer, lasst ihn aber vorerst nicht direkt zum Baby. Schickt ihn dann freundlich auf seinen Platz und belohnt ihn beim Befolgen mit einem freundlichen Lächeln oder einem Leckerlie. Bei Gelegenheit natürlich auch mit einer kurzen Streicheleinheit. Wenn sich euer Hund nach ein paar Tagen an die neue Situation gewöhnt hat, ruft ihn mal zu euch und lasst ihn kurz am Baby riechen. Voraussetzung dabei ist natürlich, dass der Hund ruhig und gesammelt ist.

Warum aber soll der Hund nicht schon vom ersten Tag an am Kind schnuffeln dürfen? In einem Hunderudel ist es erstmal auch nicht üblich, dass außer der Mutter noch andere hin dürfen. Und dann soll der Hund ja auch verstehen, dass wir die Verantwortung dafür tragen und nicht er. Er muss es also auch nicht beschützen, denn das machen alles wir und er kann einfach nur sein gemütliches Hundeleben mit uns weiterführen.

Ein Baby kommt...

auf was muss man achten

Beiträge

Emotionen

beim Hund

PerfectTeam Hundetrainer Südtirol Hundeschule

Hunde können wie wir Menschen Emotionen empfinden:

AngstWutSchmerz, FreudeLiebeHassEifersucht

und andere Gefühle oder Gefühlsmischungen. Dabei treten sie spontaner auf und werden schneller eingesetzt. Ist auch kein Wunder, kein Tier denkt so viel in Dauerschleife wie wir Menschen.

Es ist an der Zeit einzusehen, dass nicht nur wir das Privileg haben Gefühle zu besitzen. Und das ist wunderbar.

  • Instagram
  • Facebook
bottom of page